Am 7. Juli 2007 sollten Thomas Hitzlsperger und seine langjährige Freundin Inga Totzauer am romantischen Starnberger See in Bayern heiraten. Verwandte und Freunde waren eingeladen, das Hochzeitskleid war ausgewählt und das Hochzeitsmenü war wahrscheinlich bestellt. Aber es kam anders.

Der Fußballer war seit acht Jahren mit Inga zusammen. Erst am Tag zuvor sagte Hitzlsperger den Junggesellenabschied und damit die Hochzeit ab. „Es hat einfach nicht mehr funktioniert“, erklärte er damals. Deutsche Zeitungen schrieben von einer „überraschenden Trennung“.
Biographie und Karriere von Thomas Hitzlsperger
Voller Name | Thomas Hitzlsperger |
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Geburtsdatum und -ort | 5. April 1982, München |
Position | Mittelfeldspieler |
Nationalmannschaft | Deutschland (2004–2010) |
Bekannt als | „Der Hammer“ |
Größte Erfolge | Deutscher Meister (2007), Vize-Europameister (2008), Dritter bei der WM (2006) |
Klubs | Aston Villa, Lazio Rom, West Ham United, VFB Stuttgart, VfL Wolfsburg, FC Everton |
Berufliches Ende | 2013 |
Bekanntes Zitat | „Ich hoffe, dass ich durch diesen Schritt junge Spieler und Profisportler ermutigen kann.“ |
Die Trennung und das Coming-out
„Wir glauben, dass es die beste Lösung für uns beide ist. Jetzt geht jeder seinen eigenen Weg,“ erklärt der damals 31-Jährige, der von Fans und Experten ehrfürchtig „Der Hammer“ wegen seines kraftvollen Schusses genannt wurde. Seit seinem Coming-out in der Zeitung „Zeit“ sind die wahren Motive des 52-fachen deutschen Nationalspielers bekannt, der seine Karriere letzten September beendet hat.
Hitzlsperger spricht von einem „langwierigen, schwierigen Prozess“. Der ehemalige Mittelfeldstratege ist offener als jeder Spieler vor ihm: „Erst in den letzten Jahren wurde mir klar, dass ich lieber mit einem Mann zusammenleben möchte.“
Ein überraschender und vor allem mutiger Schritt, der als Vorbild dienen soll. „Ich hoffe, dass ich durch diesen öffentlichen Schritt junge Spieler und Profisportler ermutigen kann“, sagt der Münchner auf seiner Website. „Profisport und Homosexualität schließen sich nicht aus“, ist er überzeugt.
Sein Bekenntnis ist sicherlich ein guter Anfang, um sicherzustellen, dass allen homosexuellen Fußballern – von der Amateurliga bis zur Profiliga – in Zukunft die notwendige Toleranz und Offenheit entgegengebracht wird.
Die Fußballkarriere von Thomas Hitzlsperger
Thomas Hitzlsperger wurde am 5. April 1982 in München geboren. Seine Fußballkarriere begann er bei VFB Forstinning und wechselte 1989 in die Jugendabteilung des FC Bayern München. Von 2004 bis 2010 spielte er in der deutschen Nationalmannschaft. Seine größten Erfolge waren der deutsche Meistertitel mit dem VFB Stuttgart im Jahr 2007, der Vize-Europameistertitel 2008 und der dritte Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.
Klubkarriere
Während seiner aktiven Karriere spielte Thomas Hitzlsperger für zahlreiche Vereine:
- Aston Villa: 2001–2005
- VFB Stuttgart: 2005–2010
- Lazio Rom: 2010
- West Ham United: 2010–2011
- VfL Wolfsburg: 2011–2012
- FC Everton: 2012–2013
Er beendete seine aktive Fußballkarriere 2013 aufgrund verschiedener Verletzungen und zahlreicher Vereinswechsel.
Privates Leben und Persönliche Herausforderungen
Seit seinem Coming-out ist bekannt, dass Hitzlsperger sich entschieden hat, offen über seine Homosexualität zu sprechen, um andere zu ermutigen. Diese Entscheidung war für ihn ein langwieriger und schwieriger Prozess, doch er wollte damit ein Zeichen setzen und anderen homosexuellen Sportlern Mut machen.
Persönliche Zitate und Einstellungen
„Ich habe mich nie für meine Art geschämt“, sagte Hitzlsperger in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach dem Ende seiner Karriere fühlte er, dass es ein guter Zeitpunkt war, sich zu outen und die Diskussion über Homosexualität im Profisport voranzutreiben.
Hitzlsperger hat seitdem weiterhin eine Vorbildfunktion übernommen und setzt sich aktiv für die Akzeptanz und Toleranz von Homosexualität im Sport ein. Sein öffentliches Bekenntnis hat viele junge Sportler ermutigt, offen mit ihrer Sexualität umzugehen.
Die Reaktionen auf das Coming-out
Die Reaktionen auf Hitzlspergers Coming-out waren größtenteils positiv. Viele seiner ehemaligen Teamkollegen und Trainer zeigten Verständnis und Unterstützung. Sein Mut, sich öffentlich zu seiner Homosexualität zu bekennen, wurde in der Fußballwelt und darüber hinaus hoch geschätzt.
Thomas Hitzlspergers Geschichte ist eine inspirierende Reise von einem erfolgreichen Fußballprofi zu einem Vorreiter und Vorbild für viele. Seine Entscheidung, offen über seine Homosexualität zu sprechen, hat die Diskussion über Toleranz und Akzeptanz im Profisport vorangetrieben und zeigt, dass Mut und Authentizität weit über das Spielfeld hinaus reichen.
Ein Kommentar
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